Die bisherigen Vorbereitungsverhandlungen für Durban 2 erbrachten die folgenden Ergebnisse:
- Einschränkung der Rede-, Presse- und Meinungsfreiheit – indem man den „Missbrauch” dieser Freiheiten verfolgt
- Gängelung der Medien mit einem „freiwilligen ethischen Verhaltenskodex”
- Forderung nach Verbot „negativer, beleidigender und abwertender Darstellungen von Religionen oder religiösen Persönlichkeiten”
- Forderung nach gesetzlicher Einschränkung elementarer Freiheiten zum Schutze „des Rufs, der öffentlichen Moral und vor rassistisch oder religiös motiviertem Hass”
- Die Behauptung, neben Individuen könnten auch Religionen, „insbesondere der Islam”, diffamiert werden
- Der Kampf gegen den Terrorismus habe zu mehr Rassismus und Intoleranz geführt
- „Islamophobie” als drängendstes Problem unserer Zeit: Islam dürfe nicht mit Terrorismus oder Gewalt in Verbindung gebracht werden; beleidigende Karikaturen oder „Hass-Dokumentationen” sollten unterbleiben.
- Einführung des Begriffs des „Antiarabismus” als Form religiöser Intoleranz
- Antrag, Hinweise auf die Zahl der im Holocaust ermordeten Juden zu streichen, weil diese zweifelhaft seien
- Das Konzept Israels als jüdische Heimstatt sei rassistisch
- Israel habe Verbrechen gegen die Menschheit begangen
- In Israel gelte eine moderne Form von Apartheid
- Israels Sicherheitszaun sei eine „Mauer der Rassentrennung”
- Kuhhandel der islamischen Länder: Ihr gebt uns „Israel ist rassistisch”, wir geben euch eine Erwähnung des Holocaust. Oder auch: Einzigartigkeit des Holocaust gegen Einzigartigkeit der rassistischen Diskriminierung der Palästinenser.
- Verurteilung Israels in sechs Artikeln (kein anderes Land der 191 UN-Mitgliedstaaten wird erwähnt)
Während einer öffentlichen (!) Sitzung über das Thema Meinungsfreiheit (!) wurde ein arte-Filmteam auf Betreiben der islamischen und der afrikanischen Regionalgruppe gezwungen, die Dreharbeiten abzubrechen; gerade hatte der Vertreter der islamischen Staaten die Streichung der Passage zum Holocaust gefordert.
Der Iran meldete sich öfter als jeder andere Staat zu Wort, sodass der Vorsitzende dazu überging, den iranischen Delegierten stets direkt nach dessen Meinung zu fragen, wenn ein neuer Vorschlag zur Debatte stand. EU-Delegierte wurden aufgefordert, terminologische Fragen direkt mit dem Iran-Vertreter abzustimmen.